Meldungen

Willich: Erste GG/BO-Sektion in einem Frauenknast

Kurz-Meldung des GG/BO-Bundesvorstands vom 7. Juli 2015:

In der Frauenhaftanstalt Willich II in NRW haben sich aktuell etwa 25 inhaftierte Frauen der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) angeschlossen, um für vorenthaltene Rechte zu streiten. Der GG/BO-Organisierungsgrad liegt innerhalb der JVA bei etwa 15% der einsitzenden Frauen – Tendenz steigend.

Im Willicher Frauenknast existiert seit einigen Tagen die erste Sektion der GG/BO in einer JVA für Frauen. Unsere Sektionssprecherin in Willich II, die Kollegin Anja Meyer, hat sich mit ihren Kolleginnen auf den Weg gemacht, um für die legitimen Kernforderungen der GG/BO nach einer Einbeziehung der inhaftierten Beschäftigten in den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn und in die Sozialversicherungen unter den gefangenen Arbeiterinnen zu mobilisieren. Somit wird die spezifische Frauenarbeit und soziale Lage hinter dem Mauerwerk dieser Haftanstalt sichtbar…
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Köln: „1 Jahr Gefangenengewerkschaft – eine Zwischenbilanz“

Der Kölner Solikreis der GG/ BO lädt ein zur Veranstaltung „Ein Jahr Gefangengewerkschaft/Bundesweite Organisation – eine Zwischenbilanz“. Der Abend soll sich u.a. mit den folgenden Aspekten befassen:

- Wie alles anfing und warum
- Von der Anfangseuphorie und den Erfolgen
- Von Hindernissen und Misserfolgen
- Und vom Stand der Dinge jetzt

Oliver Rast ( Mitbegründer der GG/BO wird berichten.

Wann? Freitag ,19.06. 2015 um 19:00 Uhr.
Wo? SSK- Salierring, Salierring 37, 50677 Köln.

Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion!

Kontakte:
ggsoli-koeln@riseup.net
und Zosamme e.V. , Elsaßstr.34, 50667 Köln, Tel: 0221 33 18 716.
Gefangengewerkschaft/ Bundesweite Organisation(GG/BO), http://www.gefangengewerkschaft.de (info@gefangengewerkschaft.de)

Ausdehnung und Verankerung der GG/BO in den Haftanstalten

Die Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) berichtete am 14.05.2015:

„Die im Mai 2014 letzten Jahres gegründete Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) ist mit ihren aktuell rund 700 inhaftierten Mitgliedern in über 50 Haftanstalten der Bundesrepublik präsent. Aufgrund von engagierten inhaftierten Gewerkschaftern konnte die GG/BO fünf weitere JVA-Sektionen bilden, so dass wir in insgesamt 16 Haftanstalten über Sektionen mit jeweiligen Sprechern unserer selbstorganisierten Gewerkschaftsinitiative hinter Gittern verfügen.

An dieser Stelle möchten wir unsere neuen Sprecher der GG in der JVA Gelsenkirchen (NRW), Jarek Otlik, in der JVA Untermaßfeld (Thüringen), David Hahn, in der JVA Dieburg (Hessen), Thomas Brockmann, in der JVA Kaisheim (Bayern), Rainer Zimmermann und in der JVA Ulm (BaWü), Robert Schmitt, herzlich grüßen. Unsere Sprecher in den einzelnen JVA’s übernehmen im Rahmen der jeweiligen Bedingungen vor allem die Öffentlichkeitsarbeit der GG/BO in den Hafthäusern und JVA-Betrieben. (…)“

Der ganze Text findet sich hier:
http://www.gefangenengewerkschaft.de

Köln: Unterstützungsaktionen am 1.Mai

„Arbeitsteilung“ gab es für den Gefangegengewerkschaft-Solikreis an diesem ersten Mai. Einige gingen mit Transparent und Redebeitrag zur Demo „Libertärer 1.Mai“ (hat bisher keine Tradition in Köln), andere mit einem Infostand zur Schlusskundgebung des DGB.

Libertäre 1.Mai-Demo in der Kölner Innenstadt
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Bielefeld: „Volle Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern!“

Veranstaltung mit Peter Nowak (Journalist und Gewerkschafter)

Montag, 20. April, 19.30 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal /Zentrum Better Days), Metzer Str. 20, Bielefeld

http://www.gefangenengewerkschaft.de/volle-gewerkschaftsfreiheit-auch-hinter-gittern/

Plakat:
http://bielefeld.fau.org/files/2015/03/plakatgefangenengewerkschaft.pdf

(VeranstalterInnen: Anarchistisches Forum OWL, Antiknast-Gruppe Bielefeld, FAU Bielefeld und Rote Hilfe Bielefeld)

Auch in NRW: Union-busting gegen die Gefangenengewerkschaft

„Union busting“ – eine Wortschöpfung, die sich mit „Gewerkschaftszerschlagung“ übersetzen lässt.

Dieser aus dem US-amerikanischen stammende Begriff meint den Versuch von Konzernen, Staatsunternehmen oder Behörden, eine Gewerkschaftsorganisierung von Beschäftigten zu erschweren, wenn nicht gar zu unterbinden. Die Methoden des „union busting“ können bis zur verdeckten oder offenen Kriminalisierung einer gewerkschaftlichen Interessenvertretung und zum Betätigungsverbot reichen.

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Umfrage: Wie sieht die Arbeitswelt hinter Gittern aus?

„Aktivierende Untersuchung“ der GG / BO:

Hallo Kollegen und Kolleginnen,

mit dieser kleinen Umfrageaktion wollen wir Euch direkt in die Arbeit der GG/BO einbeziehen. Logisch, denn die GG/BO lebt durch Euer Engagement. Die Kolleg_innen der GG/BO vor den Anstaltstoren unterstützen Euch dabei, dass Eure Forderungen nach sozialreformerischen Veränderungen in der Arbeitswelt hinter Gittern bei (Basis-)Gewerkschaften, Gefangenenhilfs- und Menschenrechtsorganisationen nicht nur registriert werden, sondern vor allem auch eine Aktivität auslösen.

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WDR-Radio zum Thema Knastarbeit

HÖRTIPP:

WDR 5-Radiosendung: „Knastwirtschaft“

Sonntag, 15. März 2015, 11.05 – 12.00 Uhr
Montag, 16. März 2015, 20.05 – 21.00 Uhr

von Peter Kessen (Redaktion: Frank Christian Starke)

In deutschen Gefängnissen gibt es meist die Pflicht zu arbeiten.
Die Gefangenen bekmmen zwischen 9 und 15 EUR – aber nicht pro Stunde, sondern pro Tag!
Wie sollen diese Niedriglöhne beim Weg in die Freiheit helfen?

Mehr Infos zum Thema:
http://www.gefangenengewerkschaft.de